Optimierte Einsatz- und Tourenplanung

Optimierte Einsatz- und Tourenplanung

Pannendienste im Winterchaos

Der Winter ist eine Zeit, in der die Pannendienste Hochkonjunktur haben. Eisige Temperaturen machen nicht nur den Autofahrer*innen zu schaffen – auch Autobatterien leiden unter der Kälte. Unzählige Einsätze zur Starthilfe müssen dann geleistet werden. Zudem erhöht sich die Unfallgefahr bei plötzlichem Glatteis. Pannendienste haben im Winter besonders bei extremen Wetterereignissen Hochbetrieb. Bedeutet dies Dauereinsatz und -stress für die Mitarbeiter, die vor Ort Hilfe leisten? Und müssen die Autofahrer*innen sich bei eisiger Kälte auf lange Wartezeiten einstellen?

Dauereinsatz für mobile Helfer und lange Wartezeiten für Autofahrer*innen?

Bei extremen Winterwetterlagen laufen die Telefone der Callcenter von Pannendiensten oftmals heiß. Da wird die Einsatzplanung von Servicefahrer*innen und Fahrzeugen schnell zu einer stressigen Aufgabe. Bei der Erstellung von Tourenplänen sind viele Faktoren zu berücksichtigen. Informationen wie Schadenstyp und der Standort von Panne oder Unfall werden von Mitarbeiter*innen des Callcenters in eine Datenbank eingetragen.

Kein Einsatz ist wie der andere

Die vom Callcenter gepflegten Daten bilden die Grundlage für die Erstellung von Tourenplänen, bei denen sehr viele verschiedene Faktoren berücksichtigt werden müssen:

Handelt es sich bei dem Notfall „nur“ um eine Starthilfe, bei der der Einsatz eines Servicefahrzeugs ausreicht? Oder ist eine Bergung nach einem Glätteunfall notwendig, und wird daher ein Abschleppwagen benötigt? Wenn es sich bei dem zu bergenden Fahrzeug um einen LKW handelt, ist gegebenenfalls der Einsatz von Spezialfahrzeugen und somit die Koordinierung entsprechender Partnerdienste erforderlich.

Neben der Frage, welches Fahrzeug für welchen Schadenstyp benötigt wird, spielt beim Pannendienst auch der Mensch als Ressource eine wichtige Rolle. Ein sicherer Dienstplan ist die Basis für ein gut funktionierendes Tagesgeschäft. Aber wie das Leben so spielt – Mitarbeiter müssen der Arbeit fernbleiben, unter anderem aus Krankheitsgründen. Gerade im Winter ist dies keine Seltenheit, hat aber möglicherweise großen Einfluss auf Dienst- und Einsatzpläne.

Für die optimale Bearbeitung der Servicefälle müssen zudem die aktuellen Informationen Berücksichtigung finden: Wo befinden sich die Fahrzeuge des Pannendienstes aktuell? Und wer von den mobilen Helfer*innen bearbeitet momentan welchen Notruf? Wie ist die derzeitige Verkehrslage? Sind Staus und Straßensperrungen zu berücksichtigen?

Zu komplex für eine manuelle Planung

Zu Stoßzeiten kommt bei einem entsprechend großen Pannendienst schon eine beachtliche Menge an Daten zusammen. Und so wird die Einsatz- und Tourenplanung zu einer sehr komplexen Aufgabe, die manuell in der Kürze der Zeit nicht mit einem optimalen Ergebnis zu lösen ist. Das Fehlen eines agilen Systems führt zu schlechten Einsatzplänen mit ineffizienten Routen. Ganz zu schweigen vom Druck, der auf den Servicefahrer*innen lastet, um Wartezeiten für Autofahrer*innen zu minimieren.

Beste Einsatzpläne dank mathematischer Optimierung

Bei der Tourenplanung handelt es sich um ein typisches Optimierungsproblem, das bekannt ist als Traveling Salesman Problem (TSP). Ziel der Einsatzpläne von Pannendiensten ist es, die mobilen Helfer*innen und Fahrzeuge so einzusetzen, dass diese möglichst effektive Touren fahren, und so Wegstrecken und Fahrtzeiten zu verkürzen.

Die von den Callcenter-Mitarbeiter*innen eingegeben Servicefall-Daten müssen mit den Standorten der eigenen Fahrzeuge des Pannendienstes abgeglichen werden. Eine Ausstattung der Servicefahrzeuge mit GPS ermöglicht hier idealerweise die Erfassung als Echtzeitdaten.

Unter Berücksichtigung aller aktuellen Serviceanfragen wird die jeweils benötigte Ressource – bestehend aus Servicefahrer*in und Fahrzeug – ausgewählt. Verkehrsdaten – bestenfalls in Echtzeit – dienen unter anderem der Berechnung der optimalen Route.

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Was bringt mathematische Optimierung?

OPTANO kann mehr als ein „bisschen“ Tourenplanung

Eine Planungssoftware wie OPTANO findet mit Hilfe mathematischer Optimierung auch für dieses Problem die beste Lösung. Unsere Software lässt sich individuell an jede Planungsherausforderung anpassen. Bei der Tourenplanung nutzt OPTANO alle vorhandenen Daten – sowohl die Eingangsdaten aus dem Callcenter, als auch die Echtzeitdaten des GPS-Trackings und die Informationen zur Verkehrslage – und analysiert diese mit Hilfe fortschrittlicher Verfahren, komplexer Algorithmen und gegebenenfalls Solvern in kürzester Zeit.

Das Ergebnis ist eine Reihenfolgeplanung für die Servicefahrer*innen und Fahrzeuge, die – unter Berücksichtigung aller bekannter Faktoren – Servicefälle bündelt und die zu fahrenden Routen optimiert. So werden Fahrtzeiten erheblich reduziert und gleichzeitig die Anzahl der durchgeführten Servicefälle erhöht. Das bedeutet weniger Stress für die mobilen Helfer*innen und kürzere Wartezeiten für die Autofahrer*innen.

Robuste Dienstpläne als Basis für die Einsatzplanung

Wie schon erwähnt, gibt es im Falle der Pannendienste neben der Einsatzplanung der richtigen Fahrzeuge die „Ressource“ Mensch. Auch hierzu sollten solide Pläne erstellt werden, um die Auswirkungen gefürchteter Krankheitswellen, die unsere Breitengrade gerade im Winter oft treffen, zu vermeiden oder zumindest abzuschwächen. Robuste Personaleinsatzpläne werden von OPTANO unter Berücksichtigung verschiedenster Faktoren wie Schicht-, Wochenend-, und Bereitschaftsdienste sowie Urlaubs- und Freizeitplanung schnell und einfach erstellt. Hierbei finden unter anderem wirtschaftliche Aspekte Berücksichtigung: Zur Vermeidung unnötiger Mehrkosten wie Wochenend-, und Feiertagszuschläge, ist eine optimale Planung wesentlich. Änderungen können per Knopfdruck kurzfristig übernommen werden und ermöglichen die nötige Flexiblität.

Prognosen für noch bessere Tourenpläne

Schlagwörter wie Big Data und Internet of Things können in einem Atemzug mit der Optimierung der Tourenplanung genannt werden. Die Menge an qualifizierten Daten wird durch das Fortschreiten der Digitalisierung stetig zunehmen. Statistische Daten aus bisherigen Ist-Daten, die über eine längere Zeit von Unternehmen erhoben worden sind, bieten eine weitere gute Informationsquelle für die Erstellung von Prognosen.

Fließen alle relevanten Daten in die Planung ein, können auch Tourenplaner*innen in die Zukunft schauen. Auf Basis der aktuellen und der historischen Daten wird mit dem Einsatz fortschrittlicher Mathematik und komplexer Algorithmen bei der sogenannten prädiktiven Analyse vorausgesagt, was in der Zukunft wahrscheinlich passieren wird. Die präskriptive Analyse geht einen Schritt weiter, indem sie konkrete Anweisungen gibt, welche Maßnahmen ergriffen werden sollten.

Wissen was kommt: Winterwetter, Ferienstart und Popkonzerte

Eine solche – auf Prognosen basierende Planung – bedeutet auch für Pannendienste besser vorbereitet zu sein. Faktoren wie Wetter und Jahreszeiten haben ganz klar Einfluss auf die Auslastung von Pannendiensten. Aber auch der Start in die Ferien und Großereignisse wie Fußballspiele und Popkonzerte bilden potenzielle Unfall- und Pannenschwerpunkte. Eine optimale Planung bedeutet hierauf vorbereitet zu sein. So dass auch zur Urlaubszeit jede Panne zeitnah bearbeitet werden kann und der Start in die Ferien für die Autofahrer*innen nicht mit ewig langen Wartezeiten in der Sommerhitze beginnen muss.

Mit OPTANO Predictive Blueprint die Zukunft kennen

Wenn Sie herausfinden möchten, ob mathematische Optimierung Vorteile in Ihrem Unternehmen bringt, laden Sie einfach unser Factsheet „Was bringt mathematische Optimierung?“ herunter.

Wenn Sie mehr darüber erfahren möchten, wie OPTANO Ihre Planung verbessern kann, oder wenn Sie weitere Fragen haben, nehmen Sie noch heute Kontakt mit uns auf. Dr. Sven Flake steht Ihnen gerne für alle Fragen zum Thema Tourenplanung zur Verfügung. Oder Sie schreiben uns eine E-Mail und wir werden uns gerne mit Ihnen in Verbindung setzen.

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Auch als Autofahrer kann man sich vorbereiten, um den ein oder anderen Anruf beim Pannendienst zu vermeiden. Mit einem frühzeitigen Austausch der altersschwachen Autobatterie ist so schnell keine Starthilfe bei eisigem Winterwetter mehr nötig.

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Alexandra Navarra
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