Komplexe CEP-Transportnetzwerke:

Linehaul-Optimierung mit messbarem Kurzfrist-Impact

Wie ein datengetriebener Proof of Concept kurzfristige Linehaul-Kosteneinsparungen von ~5-10% identifizieren kann – und damit die Grundlage für eine ganzheitliche Netzwerkoptimierung legt. 

CEP-Netzwerke unter Druck: Volumenwachstum trifft auf Kostendruck

CEP-Netzwerke sind seit Jahren starkem Wandel unterworfen. Steigende Sendungsmengen, anspruchsvolle Kundenanforderungen, neue Serviceversprechen und ein zunehmender Internationalisierungsgrad führen zu immer komplexeren Linehaul-Strukturen. Gleichzeitig wächst der Kostendruck – insbesondere im internationalen Transport. 

Vor diesem Hintergrund stellt sich für viele Verantwortliche in der Netzwerkplanung eine zentrale Frage: 

Wie lassen sich kurzfristig relevante Linehaul-Kosteneinsparungen realisieren, ohne Laufzeiten, Zuverlässigkeit und Servicelevel zu gefährden? 

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Anhand eines Kundenbeispiels aus der CEP-Branche zeigen wir, wie ein fokussierter, datengetriebener Proof of Concept genau hier ansetzt – mit schnellem Impact und klarer Perspektive für den nächsten Entwicklungsschritt. 

Ausgangssituation: Hohe Komplexität, begrenzte Transparenz

Das betrachtete europäische Linehaul-Netzwerk ist über Jahre stark gewachsen. Es umfasst:

  • Eine hohe zweistellige Anzahl an Hubs
  • Mehrere tausend Transporte pro Woche
  • Eine durchschnittliche Auslastung im Bereich von 70%
  • Jährliche Linehaul-Kosten im dreistelligen Millionenbereich

 

Das Netzwerk ist stabil und leistungsfähig, jedoch fehlt eine konsistente End-to-End-Sicht auf Auslastungen, Kostenstrukturen und Wechselwirkungen im Netzwerk. Effizienzpotenziale werden vermutet, lassen sich aber nur schwer belastbar identifizieren und quantifizieren.

Gleichzeitig sind pauschale operative Maßnahmen wie Frequenzkürzungen oder manuelle Umplanungen mit erheblichen Risiken für den Service verbunden und damit nicht umsetzbar.

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Taktische Distributionsplanung

Ansatz: Ein fokussierter Proof of Concept für schnellen Impact

Statt direkt eine umfassende Netzwerkoptimierung anzustoßen, folgte unser Kunde einem fokussierten Ansatz: ein achtwöchiger Proof of Concept mit dem Ziel, kurzfristig umsetzbare Maßnahmen zu identifizieren.

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Der PoC war zweistufig aufgebaut:

  1. Präzise Abbildung des Status quo
    Das bestehende Linehaul-Netzwerk wurde mit ganzheitlich modelliert – inklusive Hubs, Relationen, Frequenzen, Auslastungen, Kapazitäten, Kosten und Routinglogik im Netzwerk. Die Modellierung war dabei bewusst an einigen Stellen vereinfacht, zum Beispiel bei komplexen Fahrzeugrundläufen: Nicht maximale Detailtiefe stand im Vordergrund, sondern eine verlässliche, konsistente Abbildung der Realität als Basis für schnelle Analysen.
  2. Gezielte Szenarioanalysen
    Darauf aufbauend wurden ausgewählte Optimierungshebel identifiziert. Der Fokus lag klar auf Maßnahmen, die kurzfristig realisierbar und größtenteils service-neutral sind. Die Ergebnisse waren bewusst als priorisierte, quantifizierte Hypothesen angelegt, die anschließend operativ bewertet werden mussten. Auch wenn nicht jede Maßnahme im Einzelfall umsetzbar war, so sparte doch jede umgesetzte Maßnahme relevant Kosten. Diese bewusste Vereinfachung ermöglichte Geschwindigkeit und klare Priorisierung.

Von Daten zu Entscheidungen: Konkrete operative Hebel

Im Mittelpunkt standen konkrete operative Verbesserungshebel, darunter:

  • Multi-Stop-Verkehre zur besseren Auslastung bestehender Linien
  • Co-Loading-Ansätze zur Bündelung von Volumen
  • Anpassungen von Frequenzen und Kapazitäten – sofern kompatibel mit Laufzeiten
  • Anpassung des Beladungsmodus zur Erhöhung der Fahrzeugkapazität

Multi-Stop

Kombinierte Beladung

Frequenzreduzierung

Änderung des Beladungsmodus

Der Mehrwert der datengetriebenen Analyse lag darin, jede Maßnahme im Kontext des Gesamtnetzwerks zu bewerten. Auswirkungen auf Kosten, Auslastung und potenzielle Serviceeffekte wurden transparent – eine entscheidende Voraussetzung für fundierte Entscheidungen und eine strukturierte manuelle Bewertung.

Ergebnis: Messbarer Business Value in kurzer Zeit

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Bereits im Rahmen des Proof of Concept zeigten sich klare Effekte:

  • 10 % potenzielle Linehaul-Kosteneinsparungen innerhalb des laufenden Jahres
  • mehr als 50 detaillierte, quantifizierte Optimierungshypothesen – mit über 50% Umsetzungsquote
  • initiale Aussagen zu operativer Umsetzbarkeit und potenziellen Auswirkungen

Der Kunde erhielt damit eine faktenbasierte Entscheidungsgrundlage, um kurzfristige Einsparungen gezielt zu realisieren – ohne das bestehende Servicelevel zu gefährden.

Mehr als Quick Wins: Der empfohlene nächste Schritt

Neben den kurzfristigen Effekten entsteht auch ein nachhaltiger Mehrwert:
Der Proof of Concept schafft eine konsistente End-to-End-Sicht auf das Linehaul-Netzwerk und seine zentralen Kostentreiber. Gleichzeitig entsteht eine belastbare Daten- und Modellbasis.

Darauf aufbauend empfiehlt sich der nächste logische Schritt: die Weiterentwicklung hin zu einer ganzheitlichen Transportnetzwerkoptimierung, bei der Wechselwirkungen, Zielkonflikte und strategische Fragestellungen vollständig integriert betrachtet werden. Die im PoC identifizierten Maßnahmen bilden dafür das Fundament.

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