ORCONOMY heißt jetzt OPTANO. So eine Änderung bleibt natürlich nicht verborgen und wir sind von vielen Seiten darauf angesprochen worden. Häufig wurden wir gefragt: Warum? Wozu das alles?

Eine (nicht ganz ernst gemeinte) Erzählung, wie es zur Umbenennung kam.

Es waren einmal…

… drei unerfahrene, aber talentierte Magier, die sich aufmachten, um die Welt zu verbessern. Sie waren Feuer und Flamme für ihre Magie, doch wollten sie sie nicht nur für sich und auch nicht allein nutzen. So gründeten sie eine Magiergilde, in der sie ihre Magie verbessern und mit anderen Magiern und Zauberern teilen wollten. Auch wollten sie ihre Dienste in allen Königreichen ihrer Welt anbieten. Doch ihre Magiergilde hatte noch keinen Namen – wie also sollte sie heißen? Wie sollte man sie finden, so ohne Namen? Sie überlegten lange, hatten viele Ideen und schließlich dachten sie, mit dem Namen ORCONOMY die perfekte Wahl gefunden zu haben. Es war ein künstliches Wort aus OR (die Abkürzung für Operations Research, ihrer Form der Magie und darin hatten sie eine ausgezeichnete Lehrmeisterin gehabt) und Economy (Ökonomie), das war ihr Ziel. Genau danach hatten sie gesucht, denn genau das wollten sie mit ihrer Magie machen: die Zaubersprüche der OR für den Handel anderer Königreiche nutzen. „Es ist also ein sinnstiftender Name, das ist logisch und einprägsam. Das passt zu uns!“, dachten sie. Sie waren glücklich und froh über ihre Entscheidung.

Die Magiergilde wuchs und gedieh prächtig! Sie fanden viele weitere Zauberer und Magier, die mit ihnen neue magische Formeln ersannen und in die Welt brachten. Doch nach und nach, als die Jahre ins Land gingen und die Zahl der Handelspartner größer wurde, war es, als ob ein Namensfluch sie getroffen hätte. Ihr „perfekter“ Name stellte sich als etwas heraus, das schwieriger zu verstehen war als mancher Zauberspruch…

Mit vier Silben (OR-CO-NO-MY) war der Name außergewöhnlich lang (nur RUM-PEL-STIL-ZCHEN hatte einen noch längeren Namen, aber den durfte ohnehin niemand kennen) und vor allem in persönlichen Gesprächen kamen immer wieder Schwierigkeiten auf. Wie wurde dieser Name richtig ausgesprochen?

„Muss man das OR am Anfang buchstabieren, also O-R-CONOMY?“, wurden sie gefragt, „Oder als ein Wort lesen?“.  „Könntet Ihr das bitte einmal buchstabieren?“ So logisch der Name ihnen auch erschienen war, für Außenstehende erschloss sich diese Logik nicht und wurde manchmal zum Hindernis.

Doch die drei Magier ließen sich hiervon nicht beirren. Aus all den Zaubersprüchen, die ihnen zur Verfügung standen, entwickelten die Magier und Zauberer der Gilde gemeinsam einen Magiebaukasten, der all ihr Können in sich vereinte und der ihre Magie auch Nicht-Zauberern einfach zugänglich machte. Wieder stellte sich die Frage, nach einem passenden Namen: Die drei Magier hatten dazugelernt und beriefen für die Entscheidung eine große Konferenz ein, an der alle Magier und Zauberer ihrer Gilde teilnahmen. Sie berieten sich lange und schließlich trafen sie eine Entscheidung: OPTANO sollte es sein!

Doch durch OPTANO wurde die Verwirrung über den Namen der Gilde nur noch größer. Die drei Magier reisten durch die Welt und präsentierten OPTANO im Namen der Gilde ORCONOMY, aber die Grenzen zwischen ORCONOMY und OPTANO verwuschen immer mehr. Für viele Handelspartner waren sie „die OPTANOS“ – und mit der Zeit fühlten Sie sich auch zunehmend so. Der äußere wurde immer mehr auch ein innerer Konflikt. Die gefühlte Distanz zum Namen ORCONOMY größer…

Schließlich fassten sie den Entschluss, dass sich dieses Gefühl auch in ihrem Namen widerspiegeln musste – denn Namen sind mehr als Schall und Rauch. Und so entschied die Magiergilde: „Ab heute heißen wir OPTANO.“

Ansonsten blieben die drei Magier sich treu: Sie waren immer noch die drei Magier vom Anfang, wenn auch etwas weniger unerfahren.

Und alle lebten und arbeiteten glücklich und zufrieden…

Nachtrag: Gänzlich konnten sie ihren ursprünglichen Namen aber nicht vergessen. Nach wie vor sprechen die Magier und Zauberer von sich selbst als ORCs (auch wenn diese eigentlich in ein anderes Genre gehören) und vielleicht werden sie damit auch niemals aufhören. Und das ist vermutlich auch die Moral von der Geschicht‘: es kann nie schaden, sich daran zu erinnern, woher man kommt…

Auch interessant…