production planning

Prescriptive Analytics in der Produktionsplanung

Produktionsplanung gehört zu den wichtigsten Tätigkeiten im produzierenden Gewerbe. Sie stellt sicher, dass ein effizienter Prozess für Produktionsabläufe vorhanden ist, der auf den Bedürfnissen des Kunden sowie des Unternehmens basiert. Dazu gehört unter anderem die Sicherstellung, dass ein Unternehmen den richtigen Produktmix und Kapazitäten hat, dass die verfügbaren Ressourcen effizient genutzt werden können, und, dass die Planung und Terminierung der Herstellungsverfahren und auch Lieferungen so geplant werden, dass Durchlaufzeiten verkürzt werden können, usw.

Produktionsplanung – ein kniffliger Balanceakt

In seiner bescheidenen Anfangszeit war Produktionsplanung ein einfacher Prozess, da die Fabriken klein waren und nur eine begrenzte Anzahl an Produkten in großen Mengen produziert wurde. Im Laufe der Zeit haben sich die Produkte sowie die Kundenerwartungen weiterentwickelt und Unternehmen mussten sich daran anpassen. So ist die heutige Produktionsplanung zu einem höchst komplexen Prozess geworden, in dem es nicht nur allein um die Lieferungen geht, sondern auch vor allem darum, dass die Produktionsabläufe trotz ihrer Komplexität so schnell und (kosten-)optimal wie möglich bleiben.

Heutzutage müssen Herstellungskosten minimal sein, aber gleichzeitig soll die Qualität nach wie vor das A und O bleiben, Maschinen sollen mit voller Leistung laufen und Liefertermine müssen eingehalten werden. Jeder – von den Kunden über Lieferanten bis hin zu internen Abteilungen wie Vertrieb, Produktion und Personal – hat seine eigenen Ziele und alles muss erfüllt werden.

Aber was, wenn sich plötzlich die Lieferung der Rohmaterialien verspätet, es ungeplante Ausfälle gibt, teure Reparaturen anfallen oder sogar eine globale Pandemie ausbricht und alles vorübergehend unterbricht? Jetzt sind Produktionsplaner gefragt: ihre Herausforderung ist es, zwischen allen Beteiligten zu vermitteln und sie zufrieden zu stellen und sicherzustellen, dass die Herstellung und der Vertrieb von Produkten auch unter den neuen Bedingungen reibungslos ablaufen. Und als wenn all das nicht anspruchsvoll genug wäre – sie müssen auch noch die zukünftige Nachfrage so präzise wie möglich einschätzen können – keine beneidenswerte Aufgabe!
Um diesen Balanceakt zu meistern, ist es unabdingbar, dass Produktionsplaner über die richtigen Werkzeuge verfügen. Unmengen von Daten zu filtern und Prozesse, Kosten und Nachfrageschwankungen zu überblicken, um zukünftige Entscheidungen zu treffen, sind Aufgaben, die nicht allein durch manuelle Planung bewältigt werden können.

Analytics – aber welche?

In den letzten Jahrzehnten haben Unternehmen begonnen, Analytics einzusetzen, um ihre Produktionsplanung zu optimieren. Es gibt verschiedene Analysearten, die wir detailliert in unserem Factsheet beschrieben haben.

Obwohl Analytics wie Descriptive oder Predictive Analytics sicherlich gute Ergebnisse erzielen, sind sie nicht in jedem Bereich optimal einsetzbar. Produktionsplanung ist ein großer und komplexer Bereich, in dem man so schnell und flexibel wie möglich auf Änderungen und Schwankungen reagieren muss. Planer könnten dies viel effektiver, wenn sie ein System hätten, das nicht nur genaue Vorhersagen bietet, sondern auch konkrete Handlungen vorschlagen kann. Natürlich könnte man argumentieren, dass niemand die Zukunft voraussagen kann, geschweige denn erklären, wie wir uns dafür wappnen können, und das stimmt; nichts ist 100% sicher. Aber Prescriptive Analytics kommt auf jeden Fall nah dran.

Prescriptive Analytics – Probleme in Lösungen verwandeln, mit denen man arbeiten kann

Selbst wenn Unternehmen längst wissen, welche Vorteile Analytics bieten, zögern viele noch sie einzusetzen. Es gibt einige Gründe dafür: manche sind nicht bereit, die finanzielle Investition zu wagen oder sie fürchten, dass es zu komplex sein könnte und am Ende nur noch mehr Aufwand bedeutet.

Bevor wir weiter ins Detail gehen, hier ein paar Fragen, die sich in der Produktionsplanung häufig stellen:

  • Wie können wir unsere Fabriken, Arbeitskräfte und Materialien optimal einsetzen, um Kosten zu minimieren und Umsatz zu fördern?
  • Wie können Engpässe vermieden werden?
  • Welche Aufträge sollten Vorrang haben?
  • Wann ist der optimale Zeitpunkt, ein bestimmtes Produkt herzustellen, wieviel sollte hergestellt werden und wo?
  • Lohnt es sich, in neue Maschinen zu investieren?
  • Können unsere Durchlauf-/Lieferzeiten verkürzt werden?

Solche Fragen werden häufig bei der Produktionsplanung gestellt. Hier  bietet Prescriptive Analytics die Lösung zu solchen Planungsproblemen. Es ist eine Investition, die sich auszahlt und von dem Ihr Unternehmen langfristig profitieren kann. Wir erklären im Folgenden warum:

Wie funktioniert Prescriptive Analytics?

Zunächst einmal benötigt Prescriptive Analytics Daten – je mehr, desto besser! Glücklicherweise sind diese in Produktionsplanungssystemen wie MRP und ERP in Hülle und Fülle vorhanden.  Dann wird durch die Anwendung mathematischer Techniken wie linearer und nichtlinearer, gemischt-ganzzahliger und constraint-basierter Programmierung ein flexibles Optimierungsmodell (oft als digitaler Zwilling bezeichnet) des Unternehmens erstellt, das genau widerspiegelt, wie es funktioniert.

Spezielle Software, wie von OPTANO,  die Prescriptive Analytics einsetzt, modelliert selbst die komplexesten Geschäftsprobleme, die Hunderte oder Tausende – sogar Millionen – von Randbedingungen und Variablen haben können. Sie wertet dann unterschiedliche Szenarien aus, die sich einfach vergleichen lassen. Mit diesen sogenannten What-if-Szenarien lassen sich dann die besten Ergebnisse finden. Basierend auf diesen kann es die besten Handlungsempfehlungen vorschlagen.  Und es gibt noch mehr Vorteile: OPTANO kann extrem schnell und effizient genaue Ergebnisse generieren und spart Ihnen so wertvolle Zeit. Außerdem ist es in hohem Maße anpassbar, so dass es auf Ihre individuellen Anforderungen zugeschnitten werden kann. Und das Beste ist, dass es sehr intuitiv ist. Alles, was Sie tun müssen, ist, die Daten bereitzustellen, mit denen es arbeiten soll.

Sicher ist, dass Unternehmen, die sich auf solche Optimierungslösungen für Produktionsplanungsprozesse verlassen, die besten Antworten auf die oben genannten Fragen erhalten, um konkrete Entscheidungen für die Zukunft zu treffen.

Was-wäre-wenn-Szenarien ermöglichen dem Nutzer, auszuprobieren, was passieren würde, wenn sich dieses oder jenes ändert. Man kann sie sich im Grunde vorstellen wie einen Sandkasten, in dem man beliebig spielen und ausprobieren kann. Die Daten sind der Sand mit dem man Burgen und Wassergräben und Tunnel bauen kann oder einfach mal einen Kuchen backen… Sprich: Man kann alles ändern (oder auch nur Kleinigkeiten) und schauen, was daraus entsteht. Man kann einfach drauflos probieren, ohne sich Gedanken um die Konsequenzen zu machen. Das Schöne daran ist, dass es überhaupt keine Auswirkungen auf das aktuell genutzte Ergebnis hat. Wenn man mit seinem neuen Ergebnis zufrieden ist und es übernehmen möchte – kein Problem, der bis dahin aktuelle Plan wird einfach ersetzt. Und wenn das Ergebnis einmal völlig daneben gegangen ist, kann man das Szenario einfach löschen und es ist, als wäre es niemals dagewesen. Szenarien bieten die Möglichkeit, alles zu probieren – ohne Grenzen und ohne Konsequenzen. Außer, dass man Lösungen finden kann, mit denen man vorher nicht gerechnet hätte.

 Was sind die langfristige Vorteile?

Die Vorteile, Prescriptive Analytics in der Produktionsplanung einzusetzen, liegen auf der Hand: Sie können Ihre Ressourcen und Arbeitskräfte viel effizienter einsetzen, Kosten minimieren, Ausfälle reduzieren und pünktliche Lieferung versprechen. Und am wichtigsten: Wenn Sie die richtigen Entscheidungen treffen und effektiv vorausplanen können, dann haben Sie einen wertvollen Wettbwerbsvorteil auf den heutigen Märkten.

Sie möchten die Informationen zu diesem Thema als Factsheet zusammengefasst haben? Kein Problem, Sie können es hier herunterladen.

In unserem Factsheet „Business Analytics nach Gartner“ erklären wir Ihnen genauer, wie Prescriptive Analytics sowie andere Analysearten funktioniern und wie Ihr Unternehmen davon profitieren kann.

Um unser Factsheet zu erhalten, müssen Sie nur Ihren Namen und Ihre E-Mail-Adresse in das untenstehende Feld eintragen. Sie erhalten dann eine E-Mail mit einem Link zum Download. Bitte beachten Sie, dass Sie mit der Angabe Ihrer E-Mail-Adresse zustimmen, dass wir Sie zu diesem Thema kontaktieren dürfen. Sie können diese Zustimmung jederzeit widerrufen, indem Sie sich an privacy@optano.com wenden.

Auch interessant…