Planungsunsicherheit

Planung unter Unsicherheit:

Beherrschbar durch Robustheit und Flexibilität?

Pericles

Planung unter Unsicherheit
– schon bei den alten Griechen ein Thema

„Es kommt nicht darauf an, die Zukunft vorauszusagen, sondern darauf, auf sie vorbereitet zu sein.“

(Perikles – führender Staatsmann Athens und der griechischen Antike im 5. Jahrhundert v. Chr.)

Planung bedeutet das Treffen von Entscheidungen, die in die Zukunft gerichtet sind. Auch wenn die Zukunft nicht voraussagbar ist, besteht die Möglichkeit, sich auf die Zukunft vorzubereiten und die Planung (eines Unternehmens) darauf auszurichten. Insbesondere ist ein wesentlicher Aspekt der strategischen Planung die hohe Unsicherheit. Denn ob Investitions-, Finanz- oder Produktionsplanung: Strategische Entscheidungen haben auf Grund des langfristigen Planungshorizonts einen Langzeit-Effekt auf den (Unternehmens-)Erfolg. Sie beinhalten oft große Investitionen und können nicht einfach (oder nur mit hohen Kosten) revidiert werden.

Dies könnte durch eine robuste und flexible Planung vermieden werden. Ist das so? Betrachten wir zunächst Planung unter Unsicherheit genauer – und wie man damit umgehen kann…

Planung unter Unsicherheit? Mit Szenarien begegnen!

Unsicherheit besteht, wenn mehrere zukünftige Entwicklungen möglich sind und nicht mit Sicherheit bestimmt werden kann, wie sich die Zukunft entwickelt. Was bedeutet dies für die Planung in der Praxis? Welche Unsicherheiten können z. B. bei der Netzwerkplanung auftreten?

Unsicherheiten in der Unternehmensplanung können sein:

  • Veränderungen der Nachfragestruktur und -mengen (bspw. wegen alternativer Produktangebote am Markt)
  • Schwankungen der Marktpreise
  • Engpässe von Ressourcen und Kapazitäten
  • Wechselkursschwankungen

Natürlich ist die Zahl der Unsicherheiten weitaus höher. Je mehr bekannt sind, desto besser. Denn auch fehlende Informationen stellen wiederum eine Unsicherheit dar. Eine Möglichkeit zur Darstellung dieser großen Anzahl von Unsicherheiten in der Planung sind Szenarien („Was-wäre-wenn-Analysen“).

Szenarien enthalten alle für die Analyse und Optimierung relevanten Daten. Wie in einem Sandkasten kann ausprobiert werden, was passiert, wenn sich dieses oder jenes ändert – und die Auswirkungen werden sofort deutlich. Dies ermöglicht die Analyse unzähliger Szenarien und gibt dem Planer eine bessere Planungsgrundlage zur Entwicklung geeigneter Strategien und Entscheidungen.

Robuste und flexible Planungen

Strategische Planungen, die ausreichend Flexibilität und Robustheit enthalten, können Risiken minimieren und Chancen erhöhen.

Bei einer robusten Planungsstrategie werden Fehlentscheidungen mit hoher Wahrscheinlichkeit vermieden. Hier kann als Beispiel eine Vermeidung der Unterbrechung der Lieferkette genannt werden: Hohe Lagerbestände gewährleisten eine Weiterführung der Produktion auch bei Lieferengpässen – und gefährden so nicht die Planung. Allerdings werden hierbei auch risikoreiche Chancen außer Acht gelassen.

Eine Flexibilitäts-Strategie in der Produktionsplanung, um beispielsweise auf eine veränderte Nachfrage zu reagieren, kann der Einsatz von Maschinen sein, die verschiedene Produkte bearbeiten können, statt Spezialmaschinen für nur ein Produkt. Dies ist ggf. in der Anschaffung teurer, bietet aber die Möglichkeit, kurzfristig auf eine sich veränderte Zukunft zu reagieren – also flexibel zu handeln. Auch eine schnelle Wiederholung der Planung – unter Berücksichtigung der veränderten Umwelteinflüsse – macht ein Unternehmen in seiner Planung flexibel. Die Vorteile sind eine schnelle und einfache Durchführung.

Mit OPTANO zur richtigen Planungsentscheidung

Die Vorteile von Szenarien in der Planung unter Unsicherheit sind bereits deutlich geworden. Hier kommt OPTANO ins Spiel: Mit der Optimierungsplattform können Planer „Was-wäre-wenn-Analysen“ erstellen.Neben den operativen Fragen der Produktionsplanung (Grob- und Feinplanung), kann OPTANO auch bei Investitionsfragen und langfristiger Auftragsplanung eingesetzt werden. Ebenso ist es möglich, Änderungen der Produktionspläne zu testen, wenn sich beispielsweise Produktnachfrage oder Marktsituation ändern. Expansionen in andere Märkte und Produktdifferenzierungen werden hiermit planbar – auf Grund einer besseren Planungsgrundlage.

Mehr zum Thema OPTANO und Szenarien gibt es im Blog Was-wäre-wenn-Szenarien in der Produktionsplanung.

Chancen und Risiken
– mit OPTANO erkennen

Fazit: Bei Planung unter Unsicherheit gilt es immer zwischen Chance und Risiko abzuwägen.

Ein Optimierungssystem wie OPTANO kann keine „richtige“ Lösung aufzeigen, aber mit Hilfe der Pareto-Optimierung einen sinnvollen Entscheidungsraum mit unterschiedlichen Chance-Risiko-Verhältnissen. Denn eine gleichzeitige Optimierung aller Ziele ist oft nicht möglich.

Vergleichbar ist dies mit einer Investition in Finanzprodukte, bei der man sich zwischen Aktien (hohe Chance, hohes Risiko) und Bundesschatzbriefen (niedrige Chance, niedriges Risiko) entscheiden muss.

Jedoch: Die Entscheidung für die richtige Planung ist letztendlich noch immer eine Management-Entscheidung, die an der Unternehmensstrategie ausgerichtet sein sollte. (Und bei den alten Griechen eine Entscheidung führender Staatsmänner wie Perikles.)