OPTANO 6.0 mit Web Client – Hinter den Kulissen

Bald erscheint OPTANO 6.0 und damit auch der brandneue Web Client. Wir haben die Entwickler Dr. Jörg Wiese und Alexander Thörner zum Interview getroffen und ein paar spannende Antworten auf unsere Fragen erhalten.

Guten Morgen Jörg, guten Morgen Alexander! Ich freue mich, dass ihr euch Zeit genommen habt, mir ein paar Fragen zum neuen Release zu beantworten. Im Rahmen von OPTANO 6.0 wird es erstmals einen Web Client geben. Was bedeutet das für die Nutzer?

Alexander: Guten Morgen! Vor allem bedeutet es für Nutzer, dass sie nichts mehr installieren müssen und sich keine Sorgen machen müssen, dass irgendwelche Rechte auf dem Zielsystem nicht vorhanden sind. Man wählt einfach die URL an und kann direkt loslegen. Das ist auf jeden Fall ein sehr viel schnellerer und einfacherer Zugriff als über den Rich Client.

Jörg: Auch Szenarien und Ansichten sind direkt anwählbar. Man kann einem Kollegen also einfach die URL eines Szenarios geben und dieser kann direkt mit drauf schauen.

Wie kam es zur Idee eines zusätzlichen Web Clients? Welche Vorteile hat der Web Client gegenüber der Desktop Anwendung?

Alexander: Es war ein großer Kundenwunsch da. Der Zugang ist eben wesentlich einfacher als über einen Rich Client, der erst installiert werden muss.
Jörg: Und auch die IT-Abteilungen unserer Kunden hatten ein großes Interesse daran. Software im Unternehmen zu installieren ist häufig ein großes Hindernis. Das fällt für den Web Client weg. Und wir haben diese Neuentwicklung genutzt um auch die Benutzerführung und das Design zu überarbeiten und sind sehr zufrieden mit dem Ergebnis.

Seit wann entwickelt ihr daran?

Jörg: Mit ersten Konzepten und der Technologieauswahl haben wir im Januar 2020 angefangen. So richtig losgelegt haben wir dann mit dem ersten Sprint im April 2020. Ab da waren dann fast konstant 7 Teammitglieder bei der Entwicklung dabei.

Der Optano Web Client wurde mit Hilfe von ASP.NET Core, Orleans und weiteren Bibliotheken in Blazor WebAssembly umgesetzt.

Die Entwicklung in einer ganz neuen Umgebung war sicherlich eine Herausforderung. Was war technisch die härteste Nuss, die ihr knacken musstet und wie habt ihr es schließlich geschafft?

Alexander: Als Web-Frontend ist eine der entscheidenden Anforderungen, dass es schnell und zügig reagiert. Das darf nicht lange laden müssen. Daher mussten wir das Laden von Daten umbauen. Wenn man aber das Laden der Daten umbaut, insbesondere, wenn man dann nur Teile der Daten lädt und anzeigt, werden natürlich solche Operationen wie Sortieren, Gruppieren und Filtern – was ja eigentlich Standardfunktionen sind – auf einmal richtig aufwendig. Da mussten wir uns in den genutzten Bibliotheken tief in den Code graben, bis wir wussten, wie wir das am besten umsetzen können. Das gelöst zu haben, war schon ein besonderer Moment.

Als Entwickler habt ihr doch sicherlich ein Feature, auf das ihr besonders stolz seid oder das ihr besonders cool findet. Habt Ihr ein Lieblingsfeature im Bezug auf den Web Client und wenn ja, warum?

Jörg: Mein Lieblingsfeature als Entwickler ist auf jeden Fall die anpassbare Codegenierung! Das eröffnet für Projekte spannende Anpassungsmöglichkeiten. Dadurch können wir für Kunden sehr einfach neue Ansichten einbauen, die dann automatisch generiert werden. Auch im Aufbau der Anwendung können noch Anpassungen gemacht werden.

Alexander: Ich finde es total cool, dass in der Navigationsleiste jetzt einfach gesucht bzw. gefiltert werden kann.

Mit OPTANO 6.0 wird zunächst die erste Version des Web Clients veröffentlicht. Der Leistungsumfang wird kontinuierlich wachsen. Könnt Ihr schon einen Ausblick auf die nächsten Ausbaustufen geben?

Jörg: Es gibt eine lange Liste mit Features, die wir gern umsetzen würden. Da sind wir gerade in der Findungsphase und priorisieren. Wir sprechen auch nochmal mit unseren Kundenberatern, welche Features für die Kunden besonders wichtig sind.
Alexander: Ich sehe da zum Beispiel als Ergänzung zum Import von Daten den Editiermodus, aber auch das schnelle Generieren von Pivots – dass man bei einigen Features einfach aufschließt zum Rich Client.

Ihr habt den Webclient zwar bisher hauptsächlich intern präsentiert, aber trotzdem: Wie waren die Reaktionen darauf?
Jörg: Wuuuhuuu! (lacht)
Alexander: Die Reaktionen waren tatsächlich durchweg positiv. Das neue Design hat viele sehr angesprochen, weil es wesentlich moderner und – wenn ich das so sagen darf – cooler ist. Es ist ja auch eine Art Dark Theme, das macht schon was her.

Gibt es denn auch helle Themes oder bleibt OPTANO im Web dunkel?
Jörg: Es gibt auch eine helle Alternative bzw. Beispielstyles, aber es ist natürlich alles auch anpassbar – theoretisch sogar für jeden Nutzer einzeln, wenn das gewünscht ist. Das ist aktuell aber noch nicht implementiert.

Es dauert jetzt nicht mehr lang, bis zur Veröffentlichung des Web Clients. Was macht ihr danach als erstes?
Alexander: Tröten* und Feiern! Auf den letzten Metern ist Entwicklung immer viel Qualitätskontrolle und viel Klein-Klein, aber wenn es dann veröffentlicht ist, werden wir im Team sicherlich etwas feiern.

Vielen Dank für eure Zeit und die spannenden Antworten. Ich wünsche euch noch einen schönen Tag!

Bei OPTANO gibt es eine lange Tradition der Release-Tröte. Nach dem Release einer neuen Version tröten alle Entwickler die Release-Tröte zur Feier des Tages.

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