Carbon dioxide emissions control concept. 3d rendering of co2 cloud on fresh spring meadow with blue sky in background.

Grüne Logistik als Wettbewerbsvorteil – Teil 1

Green Logistics: Modetrend oder Differenzierungschance?

Hauptziel des Umweltschutzes und der Umweltpolitik ist eine emissionsärmere – und auf lange Sicht eine emissionslose Zukunft. Der Druck auf die Wirtschaft – und somit auf die Logistik wächst:

In unserer Serie „Grüne Logistik als Wettbewerbsvorteil“ beleuchten wir Herausforderungen und Hindernisse auf dem Weg zu einer umweltneutralen Logistik ohne Fußabdruck. Wir zeigen Möglichkeiten speziell zur Thematik Optimierung von Logistikkonzepten und Verpackung, die schon heute umsetzbar sind und sofort Auswirkungen haben. Denn grüne Logistik hat schon heute eine Menge zu bieten.

100% klimaneutraler Transport in Deutschland bis 2050. Ist dieses Ziel erreichbar?

Schluss mit CO2!

Standen bisher Logistikziele wie Kostensenkung, Vermeidung hoher Lagerbestände sowie die Erhöhung von Lieferbereitschaft und Lieferqualität im Fokus von Effizienz- und Kostenbetrachtungen, rückt in Zeiten von Klimawandel und Emissionsrechtehandel ein anderer Aspekt in den Vordergrund – die Nachhaltigkeit.

Die Forderungen nach umweltgerechten und ressourcenschonenden Logistikkonzepten und –lösungen – nach sogenannter grüner Logistik (green logistic) – werden lauter. Verbraucher, Kunden und Politik üben Druck auf die Industrie und die mit ihr eng verbundene Logistikbranche aus. Und der Druck wächst – vor allem seit Greta Thunberg und „Fridays for Future“ die Debatte rund ums Thema CO2 forcieren.

Soziale Verantwortung & Nachhaltigkeit

Die Logistikbranche muss sich auf diese neuen Herausforderungen einstellen und gegebenenfalls auch strukturell umdenken, um zukunftsfähig zu sein. Viele Unternehmen haben die Verantwortung für ihre Auswirkungen auf Gesellschaft und Umwelt bereits erkannt. Im Rahmen ihrer unternehmerischen Sozialverantwortung (Coporate Social Responsibility – CSR) bekennen sie sich zur Nachhaltigkeit und setzen Umweltziele, die zudem einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil bieten können.

Logistik & CO2 – Daten & Fakten

Die Emissionen weltweiter Lieferketten tragen einen nicht unerheblichen Beitrag zur Klimaerwärmung bei. Das Portfolio von Logistik umfasst zwar weit mehr als die Güterbeförderung, doch sind Transport und Verkehr aktuell eine der weltweit größten Quellen für Treibhausgasemissionen.

Grafik: CO2-Emissionen weltweit 2017

Grafik – Verteilung der energiebedingten CO2-Emissionen weltweit nach Sektor im Jahr 2017

 

Nach Angaben der Internationalen Energieagentur (IEA) trägt der Verkehrssektor in den OECD-Ländern zu rund 30 % der CO2-Emissionen bei, davon entfallen rund ein Drittel auf den Güterverkehr.

In naher Zukunft ist Strom als alleiniger Energieträger für den Güterverkehr nicht vorstellbar!

E-Trucks auf die Straße?

Die Emissionswerte sollen rasch sinken, obgleich das Transportaufkommen auch in den kommenden Jahren drastisch zunehmen wird. Verordnungen wie die IMO 2020 (Reduzierung des Ausstoßes von Schwefeloxiden um 85% in der Seeschifffahrt) oder die Pläne des Klimakabinetts zur Förderung umweltfreundlicherer Kraftstoffe und Motoren im Straßengüterverkehr gehen in die richtige Richtung.

Zur Erreichung der Klimaschutzziele nimmt die Bedeutung von Gas-, Hybrid- und Elektroantrieben rasant zu. Wasserstoff, Gas und Strom als alternative Kraftstoffe werden verstärkt eingesetzt. In der Forschung und Entwicklung – speziell der Fahrzeughersteller – hat ein Umdenken eingesetzt: Etablierte Marktplayer planen in den nächsten Jahren den Einsatz serienreifer E-Trucks. Jedoch halten Experten die Bereitstellung des gesamten Energiebedarfs für den Straßengüterverkehr in Deutschland aus Strom in naher Zukunft für unrealistisch.

Diese Situation fordert weitere Forschungen – basierend auf technologieoffenen Diskussionen der Umweltpolitik, die neue Lösungsansätze und Innovationen ermöglichen. Doch Forschen und Umdenken erfordert Zeit. Zeit, die nicht mehr bleibt, denn die Gesellschaft – allen voran „Generation Greta“ – fordert heute mehr Einsatz für das Klima und unsere Erde. Es müssen andere Wege gefunden werden für eine umweltneutrale Logistik ohne ökologischen Fußabdruck.

Komplex und grün: Geht das?

Viele Logistiker haben die Herausforderungen des Klimawandels – und die Chance, die ein Umdenken hin zur grünen Logistik mit sich bringt – bereits erkannt. Jedoch ist die Reduzierung von Emissionen mit Blick auf effektive Nachhaltigkeit keine leichte Aufgabe. Zum einen aufgrund der Schwierigkeit des Themas Klimaschutz und zum anderen wegen der Komplexität der Logistikaufgabe an sich.

Auch ohne Berücksichtigung der Themen Klimaschutz und ökologische Nachhaltigkeit ist Logistik extrem vielschichtig. Mit einer Vielzahl an Einflussfaktoren wie zum Beispiel Lieferzeiten, Bestell- und Lagermengen, Transportwege und auch der Einsatz von Ressourcen, scheint Logistik zu komplex für schnelle und klare Entscheidungen. Verstärkt wird dies durch die rasant voranschreitende digitale Vernetzung einzelner Kernprozesse im globalisierten Wettbewerb.

Logistik wird grün durch Mathematik

Doch ganz im Gegenteil: Gerade diese Komplexität bietet einen großen Spielraum und eine Vielzahl von Handlungsmöglichkeiten. Jedoch muss sie beherrscht werden, um letztendlich bestmögliche Entscheidungen treffen zu können – auch mit Hinblick auf ökologische Nachhaltigkeit. Und hier kommt Mathematik ins Spiel: Mathematische Methoden wie Prescriptive Analytics eignen sich hervorragend, um beste Lösungen auszurechnen. Indem Prozesse, Daten und Querabhängigkeiten bewertet werden, sind auch komplexe Aufgaben der Logistik effizient zu lösen.

Optimal geplante Logistik ohne ökologischen Fußabdruck

Logistische Planungsoptimierung mit Hilfe von OPTANO beinhaltet sehr viel mehr als eine effizientere und flexiblere Organisation von Prozessen und Strukturen. Konkrete Handlungsempfehlungen bieten Vorschläge für optimale Materialflüsse und Tourenpläne. Mit einer grünen Logistikkette als Planungsziel können zum einen Unternehmensfragen in der Investitionsplanung bestmöglich beantwortet werden („Welcher Standortausbau ist am sinnvollsten unter Berücksichtigung logistischer und ökologischer Aspekte?“).

Zum anderen werden tägliche Routenplanungen mit Hinblick auf bestmögliche Auslastung und Vermeidung von Leerfahrten ein leichtes („Wie plane ich die Route meiner Auslieferungen optimal?“). Sowohl der Ressourcenbedarf als auch der Ausstoß von Schadstoffen werden so verringert – der beste Weg hin zu einer umweltneutralen Logistik ohne Fußabdruck.

Ein guter Weg

Wer auf diesem Wege schon heute eine umweltverträglichere Logistik anbieten kann, leistet einen großen Beitrag zum Klimaschutz…

…und verschafft sich dabei einen klaren Wettbewerbsvorteil.

Noch mehr Grüne Logistik:

Grüne Logistik hat noch viel mehr zu bieten. Deshalb wird es in der nächsten Zeit weitere Beiträge zu diesem Thema geben. Schauen Sie doch mal wieder auf unserer Homepage vorbei.

Haben wir Ihr Interesse an OPTANO und grüner Logistik geweckt? Mehr Informationen über OPTANO finden Sie in unserer Broschüre, die sie kostenlos downloaden können