Green Logistics 2

Grüne Logistik als Wettbewerbsvorteil – Teil 2

Green Logistics und resiliente Lieferketten:

Ein Widerspruch oder Chance in der Krise?

Der erste Teil Modetrend oder Differenzierungschance unserer Green Logistics-Reihe wurde zu einem Zeitpunkt geschrieben, als unsere Sicht auf viele Dinge noch eine andere war. Europa stand erst am Anfang des Shutdowns. Die Auswirkungen unterbrochener Lieferketten von Waren aus China, wo die Covid-19-Pandemie bereits zu Produktionsausfällen geführt hatte, waren zwar bereits weltweit spürbar. Doch niemandem war bewusst, was in den nächsten Wochen auf uns zukommen würde.

Ein Virus verändert alles

Jetzt – drei Monate später – ist die Zukunft weiterhin geprägt von Unsicherheit. Die Produktionen werden weltweit wieder hochgefahren, doch die Auswirkungen des Corona-Virus sind überall spürbar. Auch auf das Thema „Nachhaltigkeit“ hat die Pandemie Einfluss, denn während der Coronakrise scheint der Fokus unweigerlich eher auf der Wirtschaft zu liegen als auf dem Klimaschutz.

Coronakrise versus Klimakrise?

Tatsächlich aber ist das Thema Nachhaltigkeit in den letzten Wochen nur in den Hintergrund geraten und nicht vollkommen vergessen worden. Dies zeigen auch die von der Bundesregierung beschlossenen Konjunkturhilfen: Prämienerhöhungen beim Kauf von E-Fahrzeugen, Finanzierung des Öffentlichen Personennahverkehrs, Ausrichtung der Kfz-Steuer an CO2-Emissionen und die Förderung der Wasserstoff-Technologie sind nur einige Eckpunkte des Konjunkturpakets. Und auch die EU-Kommission will am European Green Deal festhalten – für einen nachhaltigen Neustart und einen Wandel im Klimaschutz.

Resiliente Lieferketten versus Nachhaltigkeit?

Dass Lieferausfälle drastische Folgen haben können, zeigt die Coronakrise sehr deutlich. Gerade bei Importen sensibler Güter wie medizinische Schutzausrüstung und Medikamente sind resiliente Lieferketten unabdingbar. Unternehmen werden nun versuchen, die Lieferketten mit alternativen Lieferanten auf der ganzen Welt zu diversifizieren.

Um die Widerstandsfähigkeit gegenüber globalen Krisen zu erhöhen, müssen Lieferketten robuster werden. Hierzu sollten Unternehmen ihr Supply-Chain Netzwerk jetzt überdenken und vielleicht auch komplett neu entwerfen. Warum nicht die Chance ergreifen, und als ein zusätzliches strategisches Ziel die Nachhaltigkeit stärken – und so einen weiteren klaren Wettbewerbsvorteil für das Unternehmen schaffen? (Grüne Logistik als Wettbewerbsvorteil – Teil 1)

Optimierte Supply Chain: Kosteneffizient aber störanfällig?

Kostensenkungen und Effizienzsteigerungen bestimmen die Beschaffung in den meisten Unternehmen – mit dem Ergebnis einer vom globalem Einkauf geprägten Weltwirtschaft. Lange Lieferketten und eine stetig zunehmende Komplexität der Logistik sind die Folge – und damit verbunden eine hohe Störanfälligkeit.

Politische Unruhen, Naturkatastrophen oder wie aktuell die Covid-19 Pandemie sind Störungen mit großem Dominoeffekt. Zur Vermeidung von Produktionsstillständen – in Folge von Lieferausfällen und -verspätungen – ist die Möglichkeit eines schnellen und unkomplizierten Lieferantenwechsels von zentraler Bedeutung.

Planen, aber wie?

In Krisenzeiten wie dieser wird Unternehmen bewusst, dass Kosteneffizienz allein nicht als primäres strategisches Ziel ausreicht. Ihnen wird klar, wie wichtig es ist Handels- und Lieferbeziehungen auszubauen und auf mehrere Standbeine zu stellen – also zu diversifizieren.

Wenn Planung zu komplex wird…

Die Schaffung resilienter Lieferketten durch Diversifizierung stellt eine sehr umfangreiche, um nicht zu sagen disruptive Veränderung für viele Unternehmen dar. Expertenwissen und Erfahrungswerte allein reichen dann nicht aus. Traditionelle Planungsansätze stoßen an ihre Grenzen.

In Krisenzeiten bietet intelligente Planung einen wichtigen Vorsprung im Wettbewerb!

Planungssoftware als Schlüssel zu optimalen Entscheidungen

Ein Austarieren der vermeintlich konkurrierenden Ziele – Kosteneffizienz auf der einen und resiliente Supply-Chain Konzepte auf der anderen Seite – ist bei der Diversifizierung unabdingbar. Sind weitere strategische Ziele wie die Verringerung von Emissionen in der Lieferkette zur Schaffung einer Green Logistic zu berücksichtigen, wird Planungsoptimierung hochkomplex.

Planungssoftware wie OPTANO ermöglicht Unternehmen eine intelligente Planung von Logistikprozessen mit Hinblick auf verschiedenste strategische Ziele. Unternehmen sollten bei der Schaffung resilienter und zugleich grüner Lieferketten folgende Aspekte zielgerichtet hinterfragen:

  • Suche und Nutzung alternativer Beschaffungsquellen
  • Schaffung alternativer und Lieferketten
  • Auf- oder Ausbau lokaler Produktionsstandorte
  • CO2-Minimierung entlang der gesamten Supply Chain

Mit Szenarien Möglichkeiten erkennen

Bei der Betrachtung und Hinterfragung relevanter Aspekte sind What-if Szenarien ein hilfreiches Werkzeug in der Planung. Sie simulieren frühzeitig die Auswirkungen von Unsicherheiten und Störungen in der Supply Chain. Sie zeigen aber auch die Effektivität von möglichen Maßnahmen.

Durch das Abwägen von Vor- und Nachteilen durch den Vergleich verschiedenster Lösungsstrategien können Handlungsoptionen abgesichert werden. So bilden What-If Szenarien unter anderem die Basis für die weitere Vorgehensweise zur Entwicklung geeigneter Lösungen und Strategien.

What-If Analysen schaffen Transparenz

Mit What-If Analysen ermöglicht OPTANO das Durchspielen verschiedenster Planungsalternativen und -maßnahmen. Unsicherheiten und Störungen aber auch Maßnahmenänderungen werden im System reflektiert. Die Auswirkungen werden berechnet und so transparent gemacht. Auf diesem Weg können die Folgen störender Ereignisse wie z. B. Lieferausfälle, aber auch Auswirkungen von Änderungen einzelner Parameter – beispielsweise die Erhöhung der Lagerkapazität – vorhergesagt werden.

What-If Szenarien schaffen Transparenz, ermöglichen Vorhersagen und sichern Handlungsoptionen ab.

Mit OPTANO zur besten Entscheidung

Logistische Planungsoptimierung mit Hilfe von OPTANO bietet eine effiziente und flexible Organisation von Strukturen und Prozessen. Konkrete Handlungsempfehlungen zu Standortfragen und optimalen Materialflüssen berücksichtigen die strategischen Ziele des Unternehmens. What-If Analysen schaffen Transparenz und stellen eine zusätzliche Absicherung für Handlungsoptionen dar.

Fazit

Auch wenn die Coronakrise unser Leben aktuell beherrscht und ihre Dauer sowie zukünftige Pandemien nicht vorhersehbar sind, werden mittelfristig geeignete Maßnahmen vorhanden sein, um die Resilienz von Lieferketten sicherzustellen.

Langfristig jedoch werden die Konsequenzen des Klimawandels einen größeren Einfluss auf die Gestaltung von Supply-Chain Netzwerken haben als die Corona-Pandemie. Die Folgen des Klimawandels sind unumkehrbar und bedürfen höchster Aufmerksamkeit – auch oder gerade in der Logistik!

Noch mehr Grüne Logistik:

Grüne Logistik hat noch viel mehr zu bieten. Interessiert?  Dann lesen Sie doch den ersten Teil unserer dreiteiligen Reihe zu Green Logistics. In der nächsten Zeit werden wir den dritten Teil veröffentlichen. Schauen Sie doch mal wieder auf unserer Homepage vorbei.

Haben wir Ihr Interesse an OPTANO und grüner Logistik geweckt? Mehr Informationen über OPTANO finden Sie in unserer Broschüre, die sie kostenlos downloaden können